Hofgeschichte

Hofgeschichte Sonnehof Illnhausen

Der Sonnenhof befindet sich bereits seit vielen Generationen in Familienbesitz. Erste belegte Aufzeichnungen gehen zurück bis ins Jahr 1836, das Geburtsjahr von Margarethe Herchenröder, geborene Felsing, Ururgroßmutter der heutigen Seniorchefin Irene Eurich.

Viele Jahrzehnte wurde auf dem Hof und den dazu gehörenden Ländereien Landwirtschaft betrieben, nach der sich das komplette Leben der Familie und ihrer zahlreichen Helfer ausrichtete. Haus- und Nutztiere waren immer fester Bestandteil des Hofes. So gab es Kühe, Schweine, Schafe, Klein- und Federvieh wie Hasen, Hühner und Gänse. Bereits früh wurden für die Landwirtschaft auch Pferde als Nutztiere gehalten, eine Leidenschaft der Familie, die sich bis in die Gegenwart erhalten hat. Wer sich dem Sonnenhof heute nähert, kann schon von weitem eine Herde dunkler, stattlicher Rösser erblicken, die auf den Weiden rund um das Hofgelände grast. Nur dass die Tiere heute nicht mehr in der Feldarbeit, sondern zum Vergnügen der Gäste für Kutsch- und im Winter für Pferdeschlitten- fahrten eingesetzt werden.

Die Kornscheune, die heute als Räumlichkeit für kleine und größere Gesellschaften dient, ist seit Anbeginn fester Bestandteil des Hofensembles. Dokumentiert ist der Ausbau der ursprünglichen Scheune im Jahr 1914, bei dem das Gebäude seine heute noch vorhandenen Dimensionen erhielt. Diese Größe war damals notwendig für die Lagerung von großen Mengen an Heu und Korn, da zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein reger Heuhandel mit Frankfurt bestand. Wöchentlich ging ein Pferdegespann mit schwerer Heuladung in die große Stadt am Main. In der damaligen Zeit eine lange Reise mit jeweils einer Übernachtung in Langenselbold auf dem Hin- und Rückweg. Nicht selten kam dann das Pferdegespann, welches den Heimweg genau kannte, mit schlafenden Kutschern auf dem Bock zurück auf den Hof.

Beide Weltkriege überstand der Sonnenhof glücklicherweise unbeschadet und 1949 wurde der Gründer und heutige Betreiber des Landgasthauses, Manfred Eurich, geboren, als drittes von fünf Kindern von Irene und Ernst Eurich. Der Platzbedarf einer Großfamilie mit mehreren Generationen machte einen Neubau des Wohnhauses in der Mitte des Gebäudekomplexes nötig, welcher nach dem Totalabriss des alten Hauses 1955 erfolgte. In diesem neuen Gebäude wurden wenige Jahre später auch die ersten Fremdenzimmer eingerichtet und seit Mitte der Siebziger Jahre konnten Feriengäste den schon damals sehr beliebten „Urlaub auf dem Bauernhof“ genießen.

1975 übernahm Manfred Eurich die Landwirtschaft von seinem Vater und führte sie weiter bis ins Jahr 1990, ehe er eine weitreichende Entscheidung traf und mit dem Umbau des damaligen Schweinestalles in eine Gastwirtschaft begann. Parallel erlernte der ausgebildete Landwirt das Kochhandwerk, so dass am 13. September 1992 die Eröffnung des Restaurants „Landgasthaus Sonnenhof“ erfolgen konnte.

Bis 1999 wurde der Restaurantbetrieb ausschließlich in der 50 Personen fassenden Gaststube durchgeführt, erst dann erfolgte die Erweiterung der Räumlichkeiten um die restaurierte Kornscheune. Dies bedeutete einen entscheidenden Schritt zur Erweiterung des gastronomischen Angebotes, bietet die Scheune doch erheblich größeren Gruppen den Platz, Feierlichkeiten jeglicher Art in ansprechender Atmosphäre zu veranstalten.

In jüngerer Vergangenheit erfolgte der Aus- und Umbau der Unterkünfte in den Räumen über dem Restaurant. Heute stehen im Sonnenhof Zimmer im Landhausstil für Urlauber oder Gäste mit Bedarf an Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.